Bordell

Bordelle in Deutschland sollen wieder öffnen

Der Bundesverband Sexuelle Dienstleistungen fordert, die wegen der Corona-Krise verfügten Schließungen aller Prostitutionsstätten wieder aufzuheben. Der Verband meint dass eine weitere Schließung der Bordelle und ein Verbot der Prostitution durch nichts zu rechtfertigen seien. So steht es in einem Offenen Brief an die 16 Bundestagsabgeordnete, die jüngst sogar ein generelles Sexkaufverbot gefordert hatten. In dem Brief heißt es weiter dass angesichts der eingedämmten Pandemie auch der Prostitutions-Branche ermöglicht werden muss, “wieder Einnahmen zu generieren und den Kunden einen guten Service zu bieten, der menschlich, stabilisierend und für sie insbesondere in Corona-Zeiten existenziell ist”.

Verband legt Hygienekonzept vor

Wie in andere Branchen auch, wurde hierzu ein entsprechendes Hygienekonzept erarbeitet und der Politik vorgelegt. Weiter erklärte der Verband, Sexarbeiterinnen hätten per se ein großes Interesse an Hygiene und ihrer Gesundheit, “denn die ist ihr Kapital”. Auch seien sie schon immer geübt, unter Beachtung von Schutzmaßnahmen zu arbeiten, nutzten etwa Kondome gegen sexuell übertragbare Erkrankungen und unterzögen sich Gesundheitschecks.

Sexarbeiterin wartet auf Kunden

16 Bundestagsabgeordnete werden zum Bordellbesuch eingeladen

An die 16 Prostitutionsgegner hieß es in dem Schreiben weiter: “Wenn Sie in Ihrer Haltung noch nicht festgefahren und offen für andere Erfahrungen sind, laden wir Sie, nach der Corona-Öffnung, gern zu einem Bordellbesuch ein. Sie können sich einen Eindruck über die Abläufe in den verschiedenen Segmenten verschaffen und mit Sexarbeiterinnen und Sexarbeitern in den Dialog treten.”

Eine Gruppe von 16 Bundestagsabgeordneten, darunter der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach, hatten sich am 19.05.2020 dafür ausgesprochen, den während der Corona-Pandemie aus Infektionsschutzgründen verhängten Stopp bei der Prostitution beizubehalten und in Deutschland ein generelles Sexkaufverbot einzuführen. Die Arbeit der Prostituierten sei “menschenunwürdig, zerstörerisch und frauenfeindlich”.

Beitrag von Gabriella Pirelli vom 25.05.2020

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