Prostitutionsverbot

Kommt jetzt das generelle Prostitutionsverbot?

Aus der SPD werden in der Coronakrise die Stimmen wieder lauter die ein generelles Sexkaufverbot nach dem schwedischen Modell fordern.  Wie schon zuvor Karl Lauterbach von der SPD schreit auch die baden württembergische Bundestagsabgeordnete Leni Breymaier wieder mal ins Horn. Sie twitterte bereits am 20.03.2020: „Stuttgart verbietet  Prostitution wegen  Corona. Geht doch. Man(n) kann ja schon mal üben.“ 

Was ist das schwedische Modell oder auch „Nordische Modell“ überhaupt?

Kurz erklärt: Das Gesetzt wurde erstmals 1999 in Schweden eingeführt und bestraft Freier die Sex kaufen. Die Kunden der Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter werden kriminalisiert. Das Gesetzt passt ganz gut in die gesamte schwedische Sexualpolitik. Diese gehört nämlich zu den strengsten in Europa.
Schon in Zeiten der Aids-Epidemie wurde in Schweden ein Gesetz erlassen was Saunen für Schwule abschaffte. Auch wurden Menschen mit HIV per Gesetz dazu verpflichtet sind, ihre Sexualpartner und Sexualpartnerinnen über ihre Infektion zu informieren.

Begründet wurden diese Gesetze  durch die schwedische Vorstellung einer „normalen“ Sexualität. Demnach muss Sex zwingend in Liebe und Zweisamkeit erfolgen. Alles andere ist „unnormal“ und „krank“ und wird als Ausdruck von Unterdrückung verstanden. Prostitution wird als eine Verletzung der Menschenwürde und allem voran als männliche Gewalt an Frauen dargestellt. Um eine geschlechtergerechte Gesellschaft zu schaffen, ist die Abschaffung der Prostitution in dieser Vorstellung folglich unabdingbar. Da Prostituierte also Opfer sind, müssen nicht sie sondern ihre Kunden bestraft werden. Frauen und Männern die über Ihren Körper selbst verfügen wollen wird auf diese Weise die freiheitliche Selbstbestimmung genommen.   Nach Schweden haben auch die folgenden Länder das Nordische Modell übernommen: Norwegen,  Frankreich, Irland, Island, Israel und Kanada.  Allerdings wurden von diesen Ländern noch keine Lösungen geschaffen um den natürlichen Sexualtrieb abzuschalten.

Da fragt man sich doch unweigerlich: Haben solche Politiker und Politikerinnen wie Leni Breymaier in dieser Krise keine anderen Sorgen?

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3 Kommentare

  1. Die Ansicht von Breymaier zur Prostitution ist einfach nur schwachsinnig. Und wenn sich diese widerliche Frau auch noch daran erfreut, das ein ganzer Berufsweig vor die Hunde geht, ist das asozial. Und sowas ist in der SPD? Für mich ist die SPD gestorben.

  2. Wenn die SPD den Regen verbietet wird es trotzdem weiter regnen. Genau so ist es mit der Prostitution. Die SPD macht dann alle Sexarbeiterinnen und ja, es gibt auch Sexarbeiter, und deren Freier zu Kriminellen. Ich ganz alleine bestimme über meinen Körper mit all seinen Öffnungen und wer hinein darf und nicht Karl Lauterbach, nicht Leni Breymaier und nicht die SPD.

  3. Mal ganz davon abgesehen das ein Mitglied des Deutschen Bundestages die Corona-Pandemie für ihre eigene politische Agenda benutzt. Diese Leni Breymaier (SPD) ist offensichtlich dafür, vielen Tausend Frauen die Selbstbestimmung zu nehmen und sie in die Armut zu treiben. Die Ansichten dieser Frau sind einfach nur Ekelhaft. Dass dann auch noch ein Karl Lauterbach, ebenfalls SPD, ins gleiche Horn posaunt verwundert mich doch ein wenig.

    Ich bin seit drei Jahren selbstständig im Escortservice tätig. Damit finanziere ich meine tolle kleine Wohnung mit Blick auf die Alster, mein Auto, zwei Urlaube im Jahr und so ganz nebenbei auch noch mein Studium. Der Escortservice ist einer der vielseitigsten Serviceberufe. Da gehört sehr viel mehr dazu als nur die Beine breit zu machen oder dumme unüberlegte Tweets ala Leni Breymaier abzusetzen.

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