Sexueller Missbrauch

Neues Gesetz – Sex ohne ausdrückliches “Ja” gilt künftig als Vergewaltigung

In Spanien wird das Sexualstrafrecht verschärft. Heute das Parlament in Madrid einem Gesetzentwurf der linken Regierung zugestimmt, wonach künftig alle beteiligten Personen, sexuellen Handlungen ausdrücklich zustimmen müssen. Somit kann das sogenannte „Ja heißt Ja“ – Gesetz in Kraft treten.

Ja heißt ja
Ja heißt Ja Gesetzt

Sexuelle Handlungen bzw. sexuelle Übergriffe werden künftig generell als Vergewaltigung gewertet wenn nicht all beteiligten mit “Ja” gestimmt haben und mit bis zu 15 Jahren Haft bestraft. Es spielt auch keine Rolle ob das Opfer sich wehrt oder eine sexuelle Handlung geschehen lässt. Das Vergewaltigungs-Opfer muss die Vergewaltigung künftig nicht mehr nachweisen. Vielmehr muss nun der Sexualpartner nachweisen das er unschuldig ist. Ebenso werden einschüchternde Komplimente sowie die Verbreitung von Sexvideos künftig unter Strafe gestellt. Das Prinzip der “Unschuldsvermutung” wird somit abgeschafft.
Sexterror
Sexterror

“Der Vergewaltigungskultur und dem sexuellen Terror werde ein Ende bereitet. Keine Frau werde künftig mehr beweisen müssen, dass Gewalt oder Einschüchterung im Spiel war, damit ein sexueller Übergriff als solcher eingestuft werde”, sagte Gleichstellungsministerin Irene Montero von der Partei Podemos.
Spanienurlaubern ist also dringend zu empfehlen, sich zweimal zu überlegen, ob sie eine Urlaubsbekanntschaft mit aufs Hotelzimmer nehmen.

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9 Kommentare

  1. Im Grunde wäre diese neue Gesetzgebung ja dann vermutlich quasi ein “Freifahrtschein”, dass jede Frau einfach alles behaupten darf und ihre Anschuldigungen noch nicht einmal beweisen muss. Das finde ich diskriminierend, denn umgekehrt sieht das für mich als Mann ganz anderes aus.

    1. @Berliner Duck es stimmt. Es heißt “solo sí es sí”, “Nur ja heißt ja”. Vielen Dank für den freundlichen Hinweis.
      Redaktion myerodate

    1. In Deutschland gilt das Prinzip der Unschuldsvermutung. Von daher wird es ein solches Gesetz in dieser Form in unserem Land nicht geben. Was auch absolut richtig ist.

  2. Und wie soll “Mann” das “Ja” beweisen? Vorher einen schriftlichen Vertrag formulieren und unterschreiben lassen? Oder lieber gleich vor jedem Akt zum Notar?

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